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Von der anderen Seite…

Zwar war 2012 ja auch in Deutschland ein bisschen das Jahr der Indies (Gotye, Of Monsters and Men, Lana del Rey, Mumford & Sons, Birdy, Passenger (!), etc.), aber insgesamt ist der deutsche Mainstream-Musikgeschmack ja oftmals ein bisschen beängstigend. Ob Heino das mit seinem neuem Album retten kann, ist fraglich.

Ganz anders sieht das auf der anderen Seite des blauen Planeten aus. Beim Größten Music-Poll der Welt, den Triple J Hottest 100, wählen Millionen von Menschen ihre Songs des Jahres. Ich weiß noch nicht, ob der Musikgeschmack der Australier dafür ausschlaggebend ist, ob einfach Musikbegeistertete aus der ganzen Welt mitabstimmen, die Ergebnisse sind auf jeden Fall beeindruckend.

Natürlich finden sich da jetzt nicht alle obskuren Lo-Fi-Schlafzimmerkünstler und Melodic-Hardstep-Neuentdeckungen des letzten Jahres wieder, sondern sozusagen die berühmteren Indies und die Top-Ten sind natürlich immer noch recht mainstreamig, schließlich sind das ja alles irgendwie Kompromisse, beziehungsweise Lieder die keinem Weh tun. Macklemore auf Platz 1 kann man ja aber durchaus akzeptieren, es gab deutlich schlimmeres.

Ansonsten gibt es nur wenige Ausrutscher (Skrillex). Ansonsten lässt sich die Liste durchaus dazu verwenden, die Indie-Musik des letzten Jahres aufzuholen und die zukünftigen deutschen Charteinsteiger schon jetzt zu kennen (ich tippe z.B. unter anderm auf: Chet Faker oder Lisa Mitchell). Danke Australien!

Platz 27:

Vollständige Liste der Top 100

Ausführliche Version

 

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Listen: The Guillemots – Hello Land

So lange ist es noch gar nicht her, da haben Fyfe Dangerfield und Band ihr Album „Walk the River“ veröffentlicht. Und kaum schaut man sich um, haben die Briten schon ihr neues Album veröffentlicht, weil sie keine Lust hatten, den in der Musikindustrie üblichen Veröffentlichungszyklen zu folgen und stattdessen einfach Musik machen wollen. Dafür haben sie sich ins norwegische Nirgendwo zurückgezogen und mit Jonas Raabe das Album „Hello Land“ aufgenommen. Und weil ein Album pro Jahr ja auch ziemlich wenig ist, wollen sie 2012 gleich vier Alben veröffentlichen. Man darf also durchaus gespannt sein, ob sie es schaffen ihr hohes Niveau über vier Alben hinweg zu halten.

Ob denn das Niveau des 2012er-Debüts „Hello Land“ den Anforderungen entspricht, kann man sich im Soundcloud-Stream anhören:

 

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Listen: Daughter

Also sollte ich eine Vorhersage abgeben, welche Indie-Bands demnächst ganz groß rauskommen (soll ich natürlich eigentlich nicht, so etwas fragt mich leider nie jemand), wären Daugther auf jeden Fall dabei. Gerade mal zwei EPs veröffentlicht haben sie und haben trotzdem schon einen Vertrag mit 4 AD (Bon Iver, Stornoway, The National) in der Tasche. Bei dieser Illustren Gesellschaft kann man sich fragen, ob sie nicht vielleicht schon ganz groß rausgekommen sind.

Was jetzt noch fehlt ist ein Album, aber da arbeiten  Elena Tonra, Igor Haefeli und Remi Aguilella schon dran. Und wenn sich dann darauf noch Songs wie „Home“ finden, kann da eigentlich auch nichts schiefgehen, um die Indie-Meute zu begeistern. Oder zumindest den Teil der Indie-Meute, der auf Lykke Ly, Florence & The Machine oder Keaton Henson steht.

Facebook Soundcloud Bandcamp

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Listen: Time For T.

Leute, die die Kooks mögen und sich für Songs „about becoming a vampire by never seeing daylight and getting lost in the basement“ erwärmen können. Die Debüt-EP erscheint im Mai und wird bestimmt hörenswert.

 

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=4vMrG-VTqws&feature=colike]
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Gute Möglichkeiten Geld auszugeben #1

10 Alben, 10 Tage lang für 11,4416476 Euro. Das sind  1,14416476 pro Album. Wer sich da noch die Mühe macht, sich die Alben von Indie-Größen wie Sleeping At Last, Polock oder Owen auf The Pirate Bay zusammenzusuchen ist nur zu bemitleiden. Das unglaubliche Angebot wird geboten von zwei Brüdern, die zusammen die Website soundsupp.ly betreiben.

Die Beiden haben das Bundle-System, das sich unter anderem beim Humble Indie Bundle ziemlich erfolgreich gezeigt hat, auf Musik übertragen und bieten damit, wie ich finde, eine ziemlich gute Möglichkeit neue Musik kennenzulernen.

Einen Vorgeschmack für diejenigen die sich nicht vollkommen überraschen lassen wollen bietet das folgende Video:

[vimeo https://vimeo.com/40115638]

Wer also gerne mal seinen musikalischen Horizont erweitern will, gerne schöne Websites besucht und gerne Musik kauft ohne Amazon oder iTunes zu unterstützen, sollte mal einen Blick auf Supplydrop 2 werfen.

 

Auch wenn es vielleicht so klingt werde ich für diesen Beitrag von niemandem bezahlt, ich bin tatsächlich so begeistert.

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Listen: Of Monsters And Men

Manchmal frage ich mich, woran es liegt, dass von etwas 320.000 Isländern geschätzt die Hälfte richtig gute Musik macht. Und das auch noch international erfolrgeich. Da gibt es Björk, Sigur Rós, Ólafur Arnalds, Sin Fang, Múm, Retro Stefson oder Emilíana Torrini und noch so viele andere. (Höchst empfehlenswert ist für einen kleinen Einblick in die Isländische Indie-Szene übrigens der Film „Backyard)

Eine weiterer aufsteigender Stern am nordischen Musikhimmel ist die Band Of Monsters And Men, deren Sängerin Lena Mayer-Landrut ein bisschen ähnlich sieht und deren Mitglieder bevorzugt Wollpullover zu tragen scheinen (aber – auch das lernt man in Backyard: Jeder echte Isländer muss wohl möglichst oft Wollpullover anhaben). Die sechs jungen Musiker, mit unausprechlichen Namen machen fröhlichen Folk-Pop im Stile von „The Head And The Heart“ und haben es mit ihrer ersten Single „Little Talks“ schon auf Platz eins der isländischen Charts gebracht. Ob ihnen so ein großer Erfolg auch in Deutschland gelingt ist zwar fraglich, wäre aber wünschenswert. Das Debütalbum „My Head is an Animal“ erscheint im April, und könnte dann der Soundtrack des Frühlings werden.

[youtube http://youtu.be/GZ-kXZsUa_w] [youtube http://youtu.be/wt7X2nN_NBU]

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Listen: Django Django – Django Django

Die Band kommt aus London, der Name Django Django von einem Lehrer Django Reinhardts, der wohl so seine Probleme mit dem Vornamen der Jazzlegende hatte. Was die Band allerdings dazu getrieben hat, ihr Debütalbum auch „Django Django“ zu nennen bleibt fraglich. Veröffentlicht haben sie dieses Gemisch aus Guter Laune, tropischen Rhythmen und elektronischen Klängen am 30. Januar, das deutsche Release lässt wie üblich noch auf sich warten, das Album lässt sich aber glücklicherweise auf der Website der Band käuflich erwerben. Ihre größte Inspirationsquelle sei die folktronic-Band The Beta Band, sagen die vier jungen Herren, von den einer (der Bandleader David Maclean) rein zufällig mit dem Keyboarder der Beta Band verwandt ist. Außerdem hört der Herr gerne Reggae, Dancehall die Beatles, Blues und Surf-Pop – und es gelingt tatsächlich, all diese Einflüsse aus dem neuen Album herauszuhören. Auch die Tatsache, dass er Monty Python mag, verwundert nach dem Hören keinesfalls. Eigentlich könnte man aus diesem bunten Gemisch aller heraushören, und das ist es, was den Reiz dieses Albums ausmacht. Jeder neue Titel ist eine Überraschung, jeder neue Titel macht Spaß, keiner überrascht negativ.

man munkelt:

„A confident, adventurous and psychedelically-bruised strain of art-rock that melds intangible electronic flourishes to the visceral rub of live instrumentation. Each track is like its own nation of harmonies, rhythms and textures.“

Das Label

„It’s a dream of the psychedelic tropics, a heady explosion of colours, an album that takes what it means to be ‘in an indie band’ and gives it a good shake“

NME

„Those worried that British guitar music has lost its ability to refresh old forms should pay heed to Django Django, whose debut album posits an updated psychedelia that beguiles and delights“

Guardian

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Listen: Fun – Some Nights

Fun.s neues Album „Some Nights“ kann man sich netterweise im Stream schon 8 Tage vor der Veröffentlichung anhören. Dazu gibt es auf der Homepage der Band noch einen Brief an die Fan.s (tut mir leid, tut mir leid, ich  weiß, ich werde in der Wortspielhölle landen)  

Besonderer Anspieltipp: We Are Young ft. Janelle Monáe

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Miles Kane und die Arctic Monkeys live im Olympia

Wer den Liveauftritt von Miles Kane und den Arctic Monkeys am 3. Februar in Paris verpasst hat, könnte und sollte ihn sich jetzt noch auf Arte Live Web ansehen.
Miles Kane beweist nämlich eindrucksvoll, dass die Songs live deutlich besser funktionieren als auf dem Album, und die Arctic Monkeys gibt es auch noch; „Die professionelle Art der Band schlägt sich vor allem auf der Bühne positiv nieder, nämlich in mehr Reife dem Publikum gegenüber. Ihre Konzerte stehen für physische Präsenz, präzisen Sound und die ganz offensichtliche Freude an der Musik“, sagt Arte.

Weil das mit dem Einbetten irgendwie nicht klappt, leider nur die Links:
Miles Kane im L’Olympia
Arctic Monkeys im L’Olympia

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