Archiv der Kategorie: Künstler

Listen: Joe Janiak

Über Joe Janiak ist im Internet nicht viel zu finden. Er ist 21 Jahre alt, kommt aus London und tourt mit dem großartigen Benjamin Francis Leftwich. Soweit die Informationen. Wichtiger (und leichter aufzufinden) ist aber seine Musik.

Herr Janiak singt nämlich wunderschön und spielt dazu Piano und Gitarre. Eine EP mit einigen Coverversionen (u.a. von „You Can’t Hurry Love“) lässt sich auf seiner Website im Tausch gegen eine E-Mail-Adresse herunterladen.

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Jake Bugg bietet eigentlich alles, was man für einen Hype momentan so braucht. Er ist junge (18-Jahre), modebewusst und insgesamt ziemlich Retro (man denke an z.B. Bob Dylan oder Donovan). Dazu kommt er aus der Arbeiterklasse und war auch schon mit der ebenfalls gehypten Lana Del Rey auf Tour.

Kürzlich ist sein selbstbetiteltes Debütalbum erschienen, dem im UK auch schon der zu erwartende Hype vorangegangen war. Sofort entsteht auch der Eindruck, dass der Herr im falschen Jahrzehnt des vergangenen Jahrhunderts geboren sei. Abgesehen von teilweise, eventuell möglichen Vergleichen zu Alex Turner oder Liam Gallagher, klingt alles nach den 60ern. Dazu kommen dann auch noch die entsprechenden Texte, die von jahrzehntelanger Lebenserfahrung sprechen („I’ve seen it all, I swear to God, I’ve seen it all“) und machen „Jake Bugg“ zu einem sehr schönem Album, bei dessen Hören die Umwelt auch ab und zu mal schwarz-weiß erscheint.

Es war ja auch in den 60ern nicht alles schlecht…

 

Listen: Jake Bugg

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Listen: Milo Greene

Milo Greene gibt es nicht. Zumindest nicht wirklich. Obwohl er einige Mails verschickt hat. Trotzdem verbirgt sich hinter dem Namen nicht etwa ein ukrainischer Spammer, sondern er ist eine Erfindung der Musiker Robbie Arnett und Andrew Heringer, die die fiktive Person erfanden, um diese als ihren Manager auftreten zu lassen. Anscheinend verpflichten Konzertveranstalter lieber Bands mit Manager (wenn auch nur erfunden) als Bands, die sich selbst bewerben. Das lief für die Band der beiden Musiker ziemlich gut, und irgendwann waren sie dann soweit, dass sie den erfundenen Manager nicht mehr brauchten. Milo Greene wurde einfach zum Bandnamen und ebenso zum Titel des Debütalbums.

Darauf finden sich einige sehr gute Lieder, die teilweise vielleicht ein bisschen so klingen, als wären Of Monsters And Men in Kalifornien aufgewachsen. Oder Edward Sharpe & the Magnetic Zeros in Island. Also alles sehr fröhlich und entspannt, ohrwurmprädestiniert und abwechslungsreich, vielleicht auch zwischendrin etwas melancholisch. Spätsommermelancholisch.

Zum Album soll auch irgendwann ein Film (Moddison genannt) erscheinen, die bisher veröffentlichten Musikvideos sind Ausschnitte davon. Die Optik gefällt mir schonmal recht gut, ich freue mich also auf das Endprodukt.

 

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Listen: Pale Seas

Ich glaube, ich habe schon mal erwähnt, dass Communion zu einem meiner Lieblingslabels gehört. Kürzlich haben auf diesem Label die Pale Seas, eine 4-Köpfige Band aus Southampton, die zuvor „Netherlands“ hießen, eine Split-Single, auf der „Bodies“ und  „My Own Mind“ enthalten sind, veröffentlicht. Die wurde äußerst professionell von  Jimmy Robertson und Demian Castellanos aufgenommen, die u.a. schon für Florence & the Machine gearbeitet haben.

Beide Songs werden dem „Dream“ in Dream-Folk ziemlich gerecht, wobei Bodies dann doch ein bisschen unbeschwerter dahinkommt als das verstört wirkende „My Own Mind“. Leadsänger Jacob Scott beschreibt die Musik der Band als „Dark, Moving, Intimate, Ethereal and Loud“.

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Listen: Marika Hackman

Ist ja eigentlich gar nicht so einfach als junge Künstlerin. Man darf eigentlich nicht zu den eigenen Auftritten gehen, weil man zu jung ist um eingelassen zu werden, bekommt ständig Tipps von der Mutter und wird dann auch noch ständig mit anderen Künstlern verglichen.

So geht es zumindest Marika Hackman. Als sie zum ersten Mal im Alter von 16 Jahren öffentlich auftreten wollte, wurde sie fast wieder rausgeschmissen. Mit 20 passiert ihr das immerhin nicht mehr, Vergleiche zu Laura Marling und Laura Veirs wird sie wohl auch nicht mehr allzu lange ertragen müssen. Sie ist nämlich durchaus in der Lage, sich von beiden deutlich zu unterscheiden.

Zwar macht sie auch eher düsteren Folk mit Gitarrenbegleitung, sie klingt aber dabei mehr wie die Fleet Foxes und die 60er als wie oben genannte Damen. Begünstigt wird dieser Umstand noch durch ihre glockenklare Stimme .

Im Moment tourt sie mit Benjamin Francis Leftwich durch England, und das spricht ja auch schon stark für sie. Ihre Debütsingle, auf der die Songs „You Come Down“ und „Mountain Spines“ enthalten sind, erschien am 4. September.

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Listen: Passenger

Manchmal gibt es ja seltsame Zufälle. Vorgestern habe ich den Künstler Passenger entdeckt und mir sein neuestes Album gekauft, heute bekomme ich eine Mail von Noisetrade, dass ebendieser Passenger eine kleine EP zum kostenlosen Download bereitstelle. Es bietet sich also heute noch mehr an, über ihn zu berichten.

[youtube http://www.youtube.com/watch?v=RBumgq5yVrA]

Passenger bestand ursprünglich aus 5 Leuten, irgendwann löste sich die Band aber auf und übrig blieb Michael Rosenberg, der aber den Künstlernahmen aus England mit nach Australien nahm, wo er sich eine Weile als Straßenmusiker verdingte und sich mit seinen Verdiensten die Produktion seiner Alben finanzierte.

Drei davon hat er alleine veröffentlichte, obwohl er sich für das Album „Flight of the Crow“ Verstärkung von verschiedenen befreundeten australischen Künstlern wie Matt Corby geholt hat. Sein letztes Werk nennt sich „All the Little Lights“, ist im Februar in Deutschland erschienen und einer meiner persönlichen Favoriten für das Album des Jahres.

Musikalisch bewegt er sich irgendwo zwischen Matt Corby, Boy & Bear, James Blunt und The Tallest Man On Earth, nur klingt er etwas optimistischer als letzterer. Seine Texte handeln von der großen Liebe, davon wie wenig man zum Leben braucht und von der unbeschwerten Jugend. Begleitet von Melodien, die einem nicht mehr aus dem Kopf gehen und einer zurückhaltenden Instrumentierung, mit Streichern und natürlich Gitarre, gehört „All the Little Lights“ zu den wunderschönsten Alben, die ich dieses Jahr gehört habe.

[youtube http://youtu.be/LJXcac9zI74]

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Listen: Bastille

Bastille ist das Produk des Londoner Musikers Dan Smith, der sich im letzten Jahr noch ein paar Mann als Verstärkung geholt hat, und mit denen jetzt energiegeladene elektronische Musik macht und dazu sing. Nach der Veröffentlichung des ersten Remix-/Mashup-/Coveralbums „Other People’s Heartache“ (das es übrigens hier als kostenlosen Download gibt), auf der z.B. ein ziemlich gutes Lana Del Rey-Cover drauf ist, starteten sie aber erst richtig durch.

[youtube http://youtu.be/toTFKiqM_kA] Weiterlesen

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Listen: Melodica, Melody and Me

Jemand, der schon mit Mumford & Sons, Laura Marling, Johnny Flynn und Bombay Bicycle Club durch England getourt ist, kann ja eigentlich nur gute Musik machen. Und zwar gute Folk-Musik. Und für Melodica, Melody and Me trifft das auch zu. Die 6 Mitglieder machen fröhliche Musik, in die sie nach eigenen Angaben auch Reggae-Einflüsse beinhaltet. Die hört man zwar meiner Meinung nach nicht allzu stark heraus, das macht ja aber auch gar nichts. Live kann man sich die Musik auch sehr gut Vorstellen, und sie hat wohl auch schon den ein oder anderen Pub aufgemischt. Die vermittelte Stimmung erinnert besonders an die fröhlichen Bombay Bicycle Club (man denke z.B. an Ivy & Gold) aber auch zu den Staves lassen sich gewisse Ähnlichkeiten finden.

[youtube http://youtu.be/gdsvf04XEjU] [youtube http://www.youtube.com/watch?v=3c3KfWWAoNk&feature=colike]
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Listen: Pearl and the Beard

Ich glaube sowas passiert in New York ständig. Leute die gerne Musik machen treffen sich und machen zusammen Musik. So geschehen ist das bei den drei Mitgliedern von Pearl and the Beard, Jocelyn Mackenzie, Emily Hope Price und Jeremy Styles, die dazu noch ziemlich gute Musik machen. Dafür verwenden sie unter anderem hauptsächlich ein Cello, ein Glockenspiel und eine Trommel.

[youtube http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=07eJDn4_1mg] [vimeo http://vimeo.com/7243598]

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Listen: Daughter

Also sollte ich eine Vorhersage abgeben, welche Indie-Bands demnächst ganz groß rauskommen (soll ich natürlich eigentlich nicht, so etwas fragt mich leider nie jemand), wären Daugther auf jeden Fall dabei. Gerade mal zwei EPs veröffentlicht haben sie und haben trotzdem schon einen Vertrag mit 4 AD (Bon Iver, Stornoway, The National) in der Tasche. Bei dieser Illustren Gesellschaft kann man sich fragen, ob sie nicht vielleicht schon ganz groß rausgekommen sind.

Was jetzt noch fehlt ist ein Album, aber da arbeiten  Elena Tonra, Igor Haefeli und Remi Aguilella schon dran. Und wenn sich dann darauf noch Songs wie „Home“ finden, kann da eigentlich auch nichts schiefgehen, um die Indie-Meute zu begeistern. Oder zumindest den Teil der Indie-Meute, der auf Lykke Ly, Florence & The Machine oder Keaton Henson steht.

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