Use: Tomahawk

Mit dem Musikstreaming ist es ja so eine Sache. Ist natürlich super, wenn alle Musik der Welt nur einen Knopfdruck vom Hörer entfernt ist. Das war auch der Grund warum ich mir Spotify installiert habe. Trotzdem fehlt mir dabei irgendwie der Wert der Musik. Wenn alles umsonst ist – ist auch alles gleich viel wert. Und ich mag es einfach, Musik zu besitzen, wenn auch nur als mp3. Aber MP3s kann ich auf meinen mp3-player packen (ja sowas habe ich noch). Die Musik von Spotify kann ich maximal auf dem Smartphone hören (habe ich nicht). Und dann ist es immer noch nicht „meine“ Musik. Ganz abgesehen davon frage ich mich auch, wie ein Künstler auch nur annähernd so viel verdienen soll, wie von Albenverkäufen, wenn eine Monatsmitgliedschaft für Premium genau so viel kostet wie ein einziges Album.
Trotzdem kann ich die Vorteile nicht von der Hand weisen. Ich mag es, zu sehen was meine Freunde für Musik hören und ich mag es, Musik erstmal vollständig probe zu hören, ohne sie zu kaufen, oder auch mal Musik zu hören, für die ich kein Geld ausgeben würde. Deshalb habe ich meine 10-Stunden Freimusik dann meistens auch schnell aufgebraucht.
Weil mein lokaler Audioplayer Rhythmbox in letzter Zeit immer mal Probleme mit meiner relativ großen MP3-Sammlung hatte, wollte ich sowieso mal neue Alternativen ausprobieren. Die Integration meiner lokalen Musiksammlung in Spotify hat mir nicht wirklich gefallen, ich möchte ja keine Werbebanner neben meiner gekauften Musik und außerdem mag ich es, wenn ich meine Musik nach verschiedenen Kriterien ordnen kann.
Tomahawk erfüllt alle meine Bedürfnisse wunderbar, und bietet sogar noch mehr. Über so genannte „Resolver“ kann der Audioplayer Musik aus verschiedenen Internetquellen auslesen (z.B. Soundcloud oder Youtube) und zeigt sie an, als hätte ich sie auf dem PC. Natürlich ist auch hier das Problem, dass die Künster dafür vermutlich keinen Cent sehen, aber ich benutze das ja auch nicht als Alternative zum Albenkauf, sondern als Ergänzung. Dazu integriert Tomahawk die lokale Sammlung sehr schön und ermöglicht auch auf verschiedene Arten mit Freunden zusammen Musik zu hören und integriert einen relativ guten Mechanismus um neue Musik vorzuschlagen. Außerdem ist das Programm Open-Source, das macht es für mich schonmal sympathischer.

Zum Probehören bieten sich z.B. die Alben aus der Jahresbestliste von Hi54lofi an, besonders Nick Waterhouse und You Won’t sind großartig.

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