Listen: Tessa Rose Jackson

Bands und Musiker, die ihre Musik auf Bandcamp mit “glockenspiel” taggen, sind ja mir ja oftmals sympathisch. Ich weiß nicht ob das an meiner Tatsächlichen Vorliebe für das Instrument oder nur daran liegt, dass ich Germanismen im Englischen lustigen finde aber es ist so. Davon hat auch Tessa Rose Jackson profitiert.
Trotzdem ist es natürlich auch so, dass sie einfach schöne Musik macht. Gutgelaunt in erster Linie, und frühlingshaft wie frisch aus einer iPod-Werbung (offenbar hat sie es stattdessen in einen Ikea-Spot geschafft. Auch gut). Dazu bei trägt ihre unglaublich schnelle Singweise, um die sie bestimmt der ein oder andere Rapper beneidet. Nicht ganz so begehrt bei den bösen Männern ist dagegen wohl ihre Stimme, die eher an Meiko oder Erin McCarley erinnert als an Eminem & Co.
Und da ja jetzt der Frühling endlich da zu sein scheint, spricht also nichts dagegen sich ihre Lieder mal anzuhören, oder sogar bei Bandcamp einige davon kostenlos herunterzuladen.

Website

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Listen: Stornoway – Tales of Terra Firma

Ich weiß, der letzte Blogpost liegt eine Weile zurück, ich schiebe alles auf den Klausurenstress. Mit dem Ende des selben, erschien letzte Woche zusätzlich auch eins der am heißesten erwarteten Alben, “Tales of Terra Firma”, das zweite Album der Oxforder Band Stornoway.

Darüber gibt es gar nicht viele Worte zu verlieren, so soll ein zweites Album aussehen (huhu, Mumford & Sons). Zwar ist alles noch ein bisschen opulenter geworden als auf “Beachcomber’s Windowsill”. Aber obwohl allerhand exotische Instrumente und Klänge zu hören sind, sind alle Stücke immer noch gemütlich und sehnsüchtig, die Texte gedankenvoll und poetisch und in den entscheidenden Momenten werden die Lieder dann doch wieder ruhig und leise.

Anhören kann man sich das komplette Album hier im Stream, zur Anschaffung ist aber jedermann zu raten. Das ebenfalls recht hübsche Artwork lässt sich übrigens ebenfalls online ansehen.

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Von der anderen Seite…

Zwar war 2012 ja auch in Deutschland ein bisschen das Jahr der Indies (Gotye, Of Monsters and Men, Lana del Rey, Mumford & Sons, Birdy, Passenger (!), etc.), aber insgesamt ist der deutsche Mainstream-Musikgeschmack ja oftmals ein bisschen beängstigend. Ob Heino das mit seinem neuem Album retten kann, ist fraglich.

Ganz anders sieht das auf der anderen Seite des blauen Planeten aus. Beim Größten Music-Poll der Welt, den Triple J Hottest 100, wählen Millionen von Menschen ihre Songs des Jahres. Ich weiß noch nicht, ob der Musikgeschmack der Australier dafür ausschlaggebend ist, ob einfach Musikbegeistertete aus der ganzen Welt mitabstimmen, die Ergebnisse sind auf jeden Fall beeindruckend.

Natürlich finden sich da jetzt nicht alle obskuren Lo-Fi-Schlafzimmerkünstler und Melodic-Hardstep-Neuentdeckungen des letzten Jahres wieder, sondern sozusagen die berühmteren Indies und die Top-Ten sind natürlich immer noch recht mainstreamig, schließlich sind das ja alles irgendwie Kompromisse, beziehungsweise Lieder die keinem Weh tun. Macklemore auf Platz 1 kann man ja aber durchaus akzeptieren, es gab deutlich schlimmeres.

Ansonsten gibt es nur wenige Ausrutscher (Skrillex). Ansonsten lässt sich die Liste durchaus dazu verwenden, die Indie-Musik des letzten Jahres aufzuholen und die zukünftigen deutschen Charteinsteiger schon jetzt zu kennen (ich tippe z.B. unter anderm auf: Chet Faker oder Lisa Mitchell). Danke Australien!

Platz 27:

Vollständige Liste der Top 100

Ausführliche Version

 

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Listen: Indians – Somewhere Else

Indians - Somewhere Else

Indians – Somewhere Else

Der junge Däne Søren Løkke Juul ist bei 4AD wohl bei einem der coolsten Labels des Planeten gelandet. Und das obwohl seine Musik teilweise so klingt, als käme sie von einem anderen Planeten. Am 25. Januar erscheint in Deutschland sein Debütalbum “Somewhere Else”. Das ca. 45 Minuten lange Erstlingswerk ist gefüllt mit Dream-Pop-Klängen (könnten z.B. an Efterklang erinnern) und seiner wahrhaft ungewöhnlichen Stimme, die sich in Tonlagen emporschwingt, von denen ich nicht wusste, dass das menschliche Ohr sie wahrnehmen kann.  Kann es aber glücklicherweise. Dadurch wirkt seine, gelegentlich an Bon Iver erinnernde Stimme vor dem Klangteppich majestätisch, erhaben, manchmal euphorisch, manchmal melancholisch, in jedem Fall aber emotional.

Dank NPR kann man sich das Album schon jetzt im Stream anhören, eignet sich besonders für verschneite Sonntagnachmittage.

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Neues aus Island.

Der Polarwinter ist doch anscheinend eine ganz gute Sache. Er sorgt dafür, dass sich die isländischen Musiker die Hälfte des Jahres in ihren Studios aufnehmen und neue Musik aufnehmen (oder wahlweise Sagas, Krimis o.ä. schreiben). Das erlaubt, für das kleine Land eine eigene Liste der anstehenden Neuerscheinungen zu machen, die sich hinter der “internationalen” Liste nicht verstecken muss. Einen interessanten Einblick in die isländische Musikszene erlaubt übrigens der empfehlenswerte Film “Backyard”.

Unter anderem im Studio war Olafur Arnalds, dessen neues Album “For Now I Am Winter” am 25. Februar erscheint. Den ersten Vorgeschmack liefert die Singleauskopplung “This Place Was a Shelter”.

Außerdem haben Pascal Pinon, zwei junge Zwillingschwestern, auf Spielzeuginstrumenten, Blockflöten und Gitarren ihr Album “Twosomness” aufgenommen, das man sich bei  ANOST schonmal im Stream anhören und käuflich erwerben kann. Empfehlenswert für Freunde von Musikern wie Soley oder Sin Fang/Seabear .

Sin Fang ist ein gutes Stichwort. Sindri Már Sigfússon scheint auch kein Freund von Langweile zu sein, Am 1. Februar erscheint sein neues Album ” Flowers”.

Für diejenigen, denen das alles zu verträumt ist, haben Retro Stefson ab März ein neues Album im Angebot. Das Video zu “Glow” wirkt auch gar nicht winterlich, sondern schon sommerlich beschwingt.

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2013 wird…gut

Also bis jetzt sind die Vorankündigungen doch schonmal ganz ordentlich. Ich habe mal eine kleine Liste an vermutlich hörenswerten Alben zusammengestellt:

Stornoway – Tales from Terra Firma (März)

Das wird aller Voraussicht nach großartig. Wenn das Album so wird wie die Single, werden die hohen Ansprüche wohl erfüllt werden.

Phoenix – Bankrupt  (April) 

Auf der Website wurde eben der Teaser hochgeladen, der, nunja, zumindest ungewöhnlich ist. Aber Hauptsache man hört überhaupt mal wieder was von den Franzosen.

Edward Sharpe & the Magnetic Zeros –  ? (Frühjahr)

Die vielen Musiker sind ganz schön tüchtig. Nach dem sehr gutem “Here” im letztem Jahr kann man sich gleich auf zwei Alben freuen. Das noch unbenannte Album von ES&tMZ und dann noch dem Soundtrack zu “All Is Lost” von Leadsänger Alex Ebert.

Arcade Fire – ? 

Angeblich hat James Murphy (LCD Soundsystem) daran mitgearbeitet, sonst gibt es noch nicht viele Informationen. Aber auf die Butlers ist ja Verlass.

Daughter – If You Leave (März)

Ein mit Spannung erwartetes Debütalbum, das dem Hype gerecht werden soll. Man darf gespannt sein. (März)

Esben and the Witch - Wash the Sins not only the Face (Januar)

Damit das Jahr auch bloß nicht zu fröhlich wird…

Dear Reader – ? (Frühjahr)

Auch darauf kann man sich freuen und gespannt sein, welchen Einfluss Berlin auf die gebürtige Südafrikanerin hat.

 

 

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Ein Wunsch wird erfüllt

Bandcamp war ja schon immer eine großartige Seite, um Musik zu entdecken, zu hören und zu erwerben. Soeben wurde zudem die Möglichkeit freigeschaltet, einen Fan-Account anzulegen, der es dem Nutzer erlaubt, Künstlern und anderen Fans zu folgen, Kommentare zu gekauften Alben zu hinterlassen, und eine eigene Profilseite mit der “Collection” (bestehend aus allen gekauften Alben) zu gestalten. Außerdem ist es auch möglich, eine Wunschliste (ählich wie bei Amazon) azulegen.
Bandcamp wird somit gleichzeitig auch immer mehr wie Myspace. Beziehungsweise wird Bandcamp so, wie Myspace gewesen sein sollte, oder vielleicht sogar so ähnlich, wie das neue Myspace wird (das ja auch demnächst die Beta-Phase verlassen soll). Trotzdem sind auch die Fan-Seiten wohl deutlich besser geeignet, um nicht in der Internet-Versenkung zu verschwinden als die alten Myspace-Nutzerseiten. Die Fan-Funktion ist nicht zum sozialen Netzwerken gedacht, sondern zum musikalischen Netzwerken mit Künstlern und weiteren Musikinteressierten.
Zwar tauchen kostenlos heruntergeladene Alben noch nicht in der Übersicht (das soll in Zukunft aber auch noch kommen) auf und an der ein oder anderen Stelle ist noch etwas Feinschliff nötig, aber ich vertraue dem kreativen Team bei Bandcamp da vollkommen, dass es uns auch weiterhin mit sinnvollen und schönen Wer möchte, findet mich unter: http://bandcamp.com/samvimes

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Use: Tomahawk

Mit dem Musikstreaming ist es ja so eine Sache. Ist natürlich super, wenn alle Musik der Welt nur einen Knopfdruck vom Hörer entfernt ist. Das war auch der Grund warum ich mir Spotify installiert habe. Trotzdem fehlt mir dabei irgendwie der Wert der Musik. Wenn alles umsonst ist – ist auch alles gleich viel wert. Und ich mag es einfach, Musik zu besitzen, wenn auch nur als mp3. Aber MP3s kann ich auf meinen mp3-player packen (ja sowas habe ich noch). Die Musik von Spotify kann ich maximal auf dem Smartphone hören (habe ich nicht). Und dann ist es immer noch nicht “meine” Musik. Ganz abgesehen davon frage ich mich auch, wie ein Künstler auch nur annähernd so viel verdienen soll, wie von Albenverkäufen, wenn eine Monatsmitgliedschaft für Premium genau so viel kostet wie ein einziges Album.
Trotzdem kann ich die Vorteile nicht von der Hand weisen. Ich mag es, zu sehen was meine Freunde für Musik hören und ich mag es, Musik erstmal vollständig probe zu hören, ohne sie zu kaufen, oder auch mal Musik zu hören, für die ich kein Geld ausgeben würde. Deshalb habe ich meine 10-Stunden Freimusik dann meistens auch schnell aufgebraucht.
Weil mein lokaler Audioplayer Rhythmbox in letzter Zeit immer mal Probleme mit meiner relativ großen MP3-Sammlung hatte, wollte ich sowieso mal neue Alternativen ausprobieren. Die Integration meiner lokalen Musiksammlung in Spotify hat mir nicht wirklich gefallen, ich möchte ja keine Werbebanner neben meiner gekauften Musik und außerdem mag ich es, wenn ich meine Musik nach verschiedenen Kriterien ordnen kann.
Tomahawk erfüllt alle meine Bedürfnisse wunderbar, und bietet sogar noch mehr. Über so genannte “Resolver” kann der Audioplayer Musik aus verschiedenen Internetquellen auslesen (z.B. Soundcloud oder Youtube) und zeigt sie an, als hätte ich sie auf dem PC. Natürlich ist auch hier das Problem, dass die Künster dafür vermutlich keinen Cent sehen, aber ich benutze das ja auch nicht als Alternative zum Albenkauf, sondern als Ergänzung. Dazu integriert Tomahawk die lokale Sammlung sehr schön und ermöglicht auch auf verschiedene Arten mit Freunden zusammen Musik zu hören und integriert einen relativ guten Mechanismus um neue Musik vorzuschlagen. Außerdem ist das Programm Open-Source, das macht es für mich schonmal sympathischer.

Zum Probehören bieten sich z.B. die Alben aus der Jahresbestliste von Hi54lofi an, besonders Nick Waterhouse und You Won’t sind großartig.

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Die große Listen-Liste:

Es ist ja soweit, die Zeit großer Auflisterei beginnt. Da möchte ich natürlich mitmachen, schließlich soll ja KUULAMA mal zu den großen Blogs dazugehören. Also, hier ist sie, meine Jahresbestliste:

Bestes Album

  1. Alt-J – An Awesome Wave 
  2. Passenger – All The Little Lights
  3. Radical Face- The Family Tree: The Roots
  4. King Charles – Love Lust
  5. Edward Sharpe & The Magnetic Zeros – Here
  6. The Tallest Man On Earth – There’s No Leaving Now
  7. The Ross Sea Party – Hotel Pool
  8. Of Monsters And Men – My Head Is An Animal
  9. Milo Greene – Milo Greene
  10. The Lumineers – The Lumineers

Bestes Lied

  1. Alt-J – Breezeblocks
  2. Passenger – Holes
  3. Benh Zeitlin – Once There Was A Hushpuppy
  4. Edward Sharpe & The Magnetic Zeros – Man On Fire
  5. Radical Face – Always Gold
  6. Mumford & Sons – Below My Feet
  7. King Charles – Polar Bears
  8. Lucy Rose – Middle Of The Bed
  9. Bastille – Overjoyed
  10. Joe Janiak – You Can’t Hurry Love

Musikvideo des Jahres

Davon habe ich eigentlich kaum welche gesehen, daher ist meine Auswahl sehr eingeschränkt. Weitere Nominierungen können gerne in den Kommentaren vorgebracht werden:

  1. Alle Videos von Miike Snow. Diese Jean Noel Geschichte finde ich klasse. Das beste dieser Reihe ist meiner Meinung nach “The Wave”
  2. Edward Sharpe & The Magnetic Zeros – Man On Fire
  3. Roscoe – Lowlands

Sonderpreis “Indie-zu-Mainstream-Machen”

Da gibt es mehrere Preisträger. Irgendwie war 2012 ja das Jahr der Folk- und Indie-Bands in den Charts. Ich weiß nur noch nicht, ob dass heißt, dass eigentlich doch die meisten Menschen einen okayen Musikgeschmack haben, oder ob ich einfach Mainstream werde…

  1. Gotye
  2. Mumford & Sons
  3. The Lumineers
  4. Of Monsters And Men
  5. Asav Avidan

Sonderpreis “Bester Film”

Beasts Of The Southern Wild

Sonderpreis “Bestes Buch”

The Dog Stars

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MIDIMÜAMB: Mainstream

Zwar habe ich ja durchaus schon über die ein oder andere Band gebloggt, die man als Mainstream bezeichnen könnte (u.a. Of Monsters And Men, The Lumineers, Mumford & Sons). Ich muss aber um meine Hipster-Credibility zu wahren betonen, dass darüber geschrieben habe, bevor sie in der Werbung auftauchten oder sogar in den Charts landen (das ist ja sowieso schlimm. Ich meine, mit dem Musikgeschmack ist es wie mit der Kleidung. Man findet die eigene Kleidung natürlich meistens ganz gut, sonst würde man sie ja nicht tragen. Begegnet man dann aber jemandem, der genau das gleiche trägt, kann das noch ganz nett sein, ist aber auch oft schon blöd, besonders wenn die betreffende Person sonst nicht unbedingt für den guten Klamottengeschmack bekannt ist. Begegnet man aber an einem Tag gleich mehreren Leuten, die das gleiche anhaben, wie man selbst, sinkt die Begeisterung für das eigene Outfit stark. Soweit die – vielleicht nicht ganz perfekte – Analogie).
Jetzt gibt es aber natürlich auch noch den echten Pop. Der sozusagen von Anfang an ausschließlich für die großen Massen geplant ist. Zwar wird die Band in der Deutschen Wikipedia als Indie-Band geführt, aber besonders in den USA ist Frontman Aaron Bruno zusammen mit der Band (die im übrigen von Red Bull gesponsert wird) der große Durchbruch (Platin) bereits gelungen – nicht zu unrecht. Alle Stücke, allen voran der Megahit “Sail” sind absolut eingängig und Dancefloortauglich, inklusive Wummender Bässe und Dubsteb-Anleihen. Viel Spaß damit!

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